Täglich werden wir im Internet mit irrelevanter Werbung und Bad Ads konfrontiert. Spätestens wenn wir uns von Werbung verfolgt fühlen, überlegen wir uns, ob es nicht Sinn macht, einen Ad Blocker zu aktivieren. Mit Cognitive Targeting sollen diese Gedanken der Vergangenheit angehören.

Was ist Cognitive Targeting?

Beim Cognitive Targeting wird das aktuelle User-Interesse, welches über den aktuell konsumierten Artikel identifiziert wird, mit den Werbebotschaften potenzieller Kampagnen gematcht.

Ein Beispiel: Wenn wir uns einen Beitrag über einen Verkehrsunfall durchlesen, dann assoziieren wir das Einblenden von Automobil-Werbung negativ. Stöbern wir hingegen auf einer Grillseite und uns wird ein Grill von Hersteller XY angezeigt oder auch das argentinische Rumpsteak aus dem Kaufland-Angebot, nehmen wir diese Werbung bewusst oder auch unbewusst positiv wahr.

Da wir uns just in diesem Moment mit Grillen beschäftigen, passt das Ad perfekt zu unseren gegenwärtigen Bedürfnissen. Klingt nach einer Revolution im Online Advertising, oder? Ist es auch. Dennoch wird Cognitive Targeting immer wieder mit Keyword Targeting gleichgesetzt.

Cognitive Targeting ist nicht Keyword-Targeting

Beim Keyword Targeting kommen lediglich einzelne Keywords zum Einsatz, welche vor der Aussteuerung der Anzeige festgelegt werden. In diesem Fall wird der Text der Zielseite also nur nach Keywords durchsucht und es werden dann dazu entsprechend passende Ads ausgesteuert.

Bestes Beispiel ist der bereits erwähnte Beitrag zu einem Verkehrsunfall. In diesem Fall wurde die Anzeige mit dem Keyword „Auto“ hinterlegt. Wird im Beitrag also das Keyword „Auto“ erwähnt, wird dazu die angeblich „passende“ Werbung ausgesteuert, die negative Aussage des Textes, also der aktuelle Kontext zum hier gefundenen Begriff „Auto“ wird nicht immer erkannt.

Weiterhin gibt es auch Wörter, welche verschiedene Bedeutungen haben. Zum Beispiel Bank, Golf oder Fliege. Ein reines Keyword Targeting erkennt die Unterschiede nicht, Cognitive Targeting hingegen schon.

Cognitive Targeting setzt Content in Context

Beim Cognitive Targeting werden innerhalb von Millisekunden Texte analysiert und verstanden. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz können Wörter auch disambiguiert werden: handelt es sich im Text um die Bank als Sitzmöglichkeit oder die Bank im Sinne eines Kreditinstitutes? Nur mit diesem Wissen können Ads im richtigen Context ausgeliefert werden.

Retargeting adé mit Cognitive Targeting

Wer nun denkt, dass die Cognitive Targeting Lösung für das perfekt auf das aktuelle Bedürfnis und die Stimmung des Users zugeschnittene Werbemittel personenbezogene Daten auswertet, der irrt. Es werden lediglich der Inhalt der besuchten Website sowie die Kampagnenbotschaft miteinander gematcht. Für Cognitive Advertising muss der User weder verfolgt werden, noch ist seine Identität nötig. Demzufolge ist die Werbung jederzeit relevant für den Nutzer, wird nicht als störend empfunden und ist zudem noch kompatibel mit der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sowie der kommenden ePrivacy Verordnung.

Die Vorteile von Cognitive Targeting im Überblick

– Brand Safety (Schutz vor Fehlplatzierungen)
– Präzise, interessenorientierte Banneraussteuerung
– Zukunftssichere Technologie durch Einsatz von KI
– Kostensenkung durch gezielte Aussteuerung in passenden Umfeldern
– Kein Einsatz von Cookies – datenschutzkonform

Hier gibt es noch einen ausführlicheren Beitrag zu Cognitive Targeting.

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